Die Wähleranteile der Gemeinde Unterlangenegg setzten sich 2011 wie folgt zusammen:
SVP 54,2 %, BDP 13,3 %, SP 8,9 %, GPS 5,7 %, Kleine Rechtsparteien 4,7 %, FDP 3,2 %, EVP 2,9 %, GLP 2,4 %, CVP 1 %, PdA/Sol. 0,4 % und übrige 3,3 %.

 

Politik in der Region Zulgtal

Im „Atlas der politischen Landschaften“ von Herrmann/Leuthold (2003), welcher die Gemeinden anhand von eidgenössischen Volksabstimmungen entlang der beiden Politik-Dimensionen links-rechts bzw. liberal-konservativ verortet, befindet sich Unterlangenegg wie auch die anderen Gemeinden des Zulgtals in demjenigen Quadranten, der rechts-konservative Positionen abbildet. Dies entspricht der typischen Position von ländlichen Gemeinden im Kanton Bern.

Unter den untersuchten Gemeinden ist Fahrni die „liberalste“, während Horrenbach-Buchen die konservativste Position einnimmt. Am weitesten rechts stehen die Gemeinden Eriz und Wachseldorn, während Schwendibach von den untersuchten Gemeinden (relativ betrachtet) am weitesten links zu finden ist. Ein Vergleich mit der Zentrumsgemeinde Steffisburg zeigt, dass auch diese keine grundlegend andere politische Werthaltung vertritt; wie in urbaneren Regionen üblich, weist die Stimmbürgerschaft hier politische Haltungen auf, die etwas weiter links und liberaler sind als auf dem Land.

Politik

Die politisch rechts-konservative Verortung der Gemeinden spiegelt sich auch im Wahlverhalten. In einem Vergleich können sämtliche Gemeinden des Zulgtales als typische Vertreter Berner Landgemeinden bezeichnet werden, in denen die Schweizerische Volkspartei (SVP) eine dominante Position einnimmt (in allen zehn Gemeinden über 50 % Wähleranteil). Sowohl die Freisinnig demokratische Partei (FDP) als auch im linken Spektrum die Sozialdemokraten (SP) und Grüne Parteien wie die Grüne Partei (GP) und die Grüne freie Liste (GFL) spielen eine untergeordnete Rolle; letztere erreichen nur in Fahrni zusammen über 20 Prozent Wähleranteil. Eine relativ grosse Varianz weisen die evangelischen Parteien Eidgenössisch-demokratische Union (EDU) und Evangelische Volkspartei (EVP) auf; in Homberg und Schwendibach erreichen sie zusammen einen Wähleranteil von über 26 Prozent, während sie z. B. in Eriz praktisch bedeutungslos sind.
Die Grünliberale Partei (GLP) sowie die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) existierten zum Zeitpunkt dieser Erhebung noch nicht.

Quelle: kompetenzzentrum für public management der universität bern (kpm); Zukunft Zulgtal: Grundlagenstudie zu den regionalen Reformperspektiven der Zulgtaler Gemeinden, 2007

 

Politik in der Schweiz

Auf der offiziellen Homepage der Schweiz, www.ch.ch, können Sie Ihre Staatskundekenntnisse auffrischen und testen. Weitere Infos zu Politik gibts unter www.swissworld.org.

Heisst die Sitzung der eidgenössischen Räte (Parlament) Sezession oder Session? Oder: Nach welchem Prinzip wird der Nationalrat gewählt? Ist es Proporz, Zauberformel, Majorz oder Knorz? Zu jedem Kapitel – sei es Schweizer Demokratie, Regierung, Parlament oder geschichtlicher Überblick – lässt sich das Wissen mit der elektronischen Version der Broschüre „Der Bund kurz erklärt“ überprüfen.

Der sogenannte E-BUKU ist wie das Original nach Themen gegliedert und bietet zu jedem Thema einen „Spickzettel“, ergänzt durch Grafiken, Bilder und Videos zum Herunterladen. Politische Rechte und Begriffe wie Referendum oder Proporz und Majorz werden anschaulich erklärt, die politischen Parteien, die in der Bundesversammlung vertreten sind, vorgestellt und die Mechanismen aufgezeigt, wie der Parlamentsbetrieb funktioniert. Gleichzeitig stellen sich die sieben Departemente und die Bundeskanzlei mit ihren wichtigsten Aufgaben vor. Das Funktionieren der eidgenössischen Gerichte wird anhand von Beispielen erläutert. Internet-Links führen zu ergänzenden aktuellen Informationen zu einem bestimmten Thema.

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